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Ratsinitiative der Kölner SPD: Standstreifen der Autobahn A57 zwischen Bilderstöckchen und Kreuz Nord sowie der A59 stadtauswärts sollen zu Spitzenzeiten für den fließenden Verkehr freigegeben werden

„Das Autobahnnetz in und um Köln ist eines der am stärksten frequentierten Netze in ganz Deutschland. Eigentlich wäre aufgrund der hohen Verkehrsbelastung ein Ausbau notwendig“, meint Susana dos Santos, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Da dies aufgrund der angespannten Situation der öffentlichen Haushalte weder in Köln noch anderswo in dem erforderlichen Umfang zeitnah realisiert werden kann, haben sich in NRW der Landesbetrieb Straßen und die Bezirksregierung Köln auf temporäre Seitenstreifenfreigabe von Autobahnabschnitten verständigt.

Fraktionsvorsitzender Martin Börschel, der zugleich auch finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich: „Es ist kostengünstig, Standstreifen freizugeben. Die bisherigen Erfahrungen sind sehr positiv.“ Börschel kündigt eine entsprechende Initiative für die Ratssitzung am 20. Dezember 2012 an: „Wir werden das Land bitten, die Seitenstreifenfreigabe auf der A57 zwischen Bilderstöckchen und Kreuz Nord sowie auf der A59 stadtauswärts mit hoher Priorität voranzutreiben.“

Erste Erfahrungen hat man auch in Köln bereits gesammelt: Seit dem 24. Mai 2011 ist der Seitenstreifen auf der A57 zwischen der AS Köln-Longerich und der AS Köln Bickendorf in Fahrtrichtung Köln temporär freigegeben. „ Die Verkehrsabläufe und die Stausituationen haben sich seitdem deutlich verbessert“, so dos Santos. Ersten Erhebungen zufolge konnte die Zahl der Staus um fast 70 Prozent gesenkt werden. Der Verkehrsfluss wurde erhöht, das Geschwindigkeitsniveau der PKW lag im Durchschnitt um mindestens 20 km/h höher. „Die Akzeptanz einer solchen Maßnahme in der Bevölkerung ist sehr hoch. Unfälle sind nicht zu beobachten“, so dos Santos abschließend: „Die temporäre Nutzung der Standstreifen als Fahrspur ist also sowohl aus verkehrlichen als auch sicherheitstechnischen Aspekten positiv zu bewerten. Für den Berufs- und Wirtschaftsverkehr wäre es ein Segen, wenn das Land schnell reagiert!“