Geschrieben am und abgelegt unter Erfolgsbilanz.

Wir hatten damit begonnen, die Situation von Asylbewerbern und geduldeten Ausländern in Nordrhein-Westfalen zu verbessern: Ein Erlass des Innenministeriums hob die auf die Regierungsbezirksgrenzen bezogene Residenzpflicht von Asylbewerbern auf. Die bisherige Regelung war aus unserer Sicht lebensfremd, und zwar gerade dann, wenn wir die Menschen zur Arbeitsaufnahme motivieren wollten. Ein zweiter Erlass änderte die Situation der Minderheiten aus dem Kosovo. Geplante Rückführungsmaßnahmen der Ausländerbehörden wurden seitdem unter dem Aspekt des Schutzes von Familien (z.B. Schul- und Berufsausbildung der Kinder) und allein reisenden Frauen eingehend überprüft. Ziel war es, die in der Vergangenheit aufgetretenen humanitären Härten zu vermeiden. Gleichzeitig unterstützte NRW die Länderinitiative zur Schaffung eines eigenständigen Aufenthaltsrechts für hier lebende und gut integrierte Kinder und Jugendliche, die zeitlich nicht beschränkt sein sollte.