Verzögerungen beim Neubau der Musikhochschule

Geschrieben am und abgelegt unter Allgemein, Landtag NRW.

Eröffnung nicht vor 2026. Bestandsgebäude platzt aus allen Nähten. Wertvolle Fläche im Zentrum der Stadt jahrelang nicht zu nutzen.

Beim geplanten Neubau der Musikhochschule im Kunibertsviertel zeichnen sich große Verzögerungen ab. Während ursprünglich in diesem Frühjahr die Bauarbeiten starten sollten, ist neuerdings erst im August 2021 damit zu rechnen, dass ein entsprechender Generalunternehmer beauftrag wird. Das geht aus der Antwort der schwarz-gelben Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Martin Börschel zurück. Damit kann das Gebäude nicht vor 2026 in Betrieb genommen werden. Ursprünglich war – nach ohnehin schon längeren Verzögerungen – 2024 angestrebt.

Für Studierende und Lehrende ist das eine Hiobsbotschaft. Martin Börschel: „Die Musikhochschule platzt aus allen Nähten. Das Gebäude ist für 800 Studierende ausgelegt. Dennoch studieren hier mittlerweile 1200 junge Menschen aus aller Welt. Diese Bedingungen sind nicht hinnehmbar – zumal für so eine international anerkannte Einrichtung wie die Kölner Musikhochschule.“

Hinzu kommt, dass das Bestandsgebäude dringend saniert werden muss. Das kann jedoch erst nach Vollendung des Neubaus geschehen. Börschel: „Schon länger berichtet die Hochschule von Rissen im Beton und tropfenden Decken. Auch das wird sich dann weiter hinziehen.“

Andreas Kossiski, ebenfalls Landtagsabgeordneter und Oberbürgermeister-Kandidat der KölnSPD, kritisiert noch einen weiteren Aspekt: „Wir reden hier von einem Topgrundstück in ausgezeichneter Lage. Die Verzögerung führt auch dazu, dass da jetzt Jahre nichts passiert. Dass kann sich Köln, wo verfügbare Flächen so knapp sind, einfach nicht erlauben. Erneut ein Sinnbild für den herrschenden Stillstand in unserer Stadt.“