Geschrieben am und abgelegt unter Pressemitteilung, Stadtrat.

Im Stadtbezirk wird weiteres Grundstück gesuchtZollstock_BrueggenerStr_1_klein

Nach dem sich der Schulausschuss des Rates in seiner gestrigen Sitzung mit breiter Mehrheit auf die Zusestraße in Lövenich als Standort für ein Gymnasium sowie den Girlitzweg im Stadtbezirk Ehrenfeld als Gesamtschulstandort festgelegt hat, verweist die SPD auf den weiteren Bedarf und fordert hierfür endlich den ersten Gesamtschulstandort auch in Lindenthal.

Dazu der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Franz Philippi: „Im Schulausschuss gestern bekräftigte die Schulverwaltung, dass im Stadtbezirk Lindenthal zukünftig Plätze in weiterführenden Schulen fehlen. Steigende Kinderzahlen wie auch die Ausweisung zusätzlicher Wohngebiet verstärken diesen Trend. Die Verwaltung sucht händeringend nach einem weiteren Grundstück. Dort könnte dann die erste Gesamtschule im Stadtbezirk Lindenthal entstehen.“

Angesichts der langen und kontroversen Diskussion um die Schulstandorte im Kölner Westen warnt Philippi aber auch: „Wir müssen aufpassen, dass wir unseren Nachwuchs nicht in Industriegebiete abschieben, weil er da ja niemanden stört. Es darf nicht sein, dass die sicherlich wichtige Abwägung von ökologischen und Wohnumfeld-Interessen gegen einen Schulneubau dazu führt, dass am Ende gar kein Standort mehr realisiert werden kann.“

Bereits im Herbst prüfte die Stadtverwaltung im Stadtbezirk Lindenthal eine Reihe möglicher Grundstücke, die für ein neues Gymnasium oder eine Gesamtschule in Frage kommen. Philippi weiter: „Leider scheiterten die vorgeschlagenen Schulstandorte meist am schwarz-grünen Veto in der Bezirksvertretung Lindenthal. Auch das zuletzt von der Verwaltung favorisierte Grundstück an der Aachener Str./Herbesthaler Str. in Braunsfeld findet so deshalb keine politische Mehrheit.“

„Ich bin sehr froh, dass nach dem langen „Hin und Her“ der Stadtbezirk Ehrenfeld vorerst „in die Bresche gesprungen ist“ und sein o.k. zum nahe der Stadtbezirksgrenze gelegenen Girlitzweg signalisiert hat. Aus unserer Sicht eignet sich auch dieser Standort sehr gut für eine Gesamtschule. Dafür ist wichtig, dass die ÖPNV-Anbindung zum neuen Schulstandort optimiert und auch vernünftige Fuß- und Radwegverbindungen für die Schülerinnen und Schüler sichergestellt werden. Damit ist für Lindenthal aber nur kurzfristig das Problem gelöst, der Druck und der Ruf nach zusätzlichen Plätzen in weiterführenden Schulen bleibt jedoch“, so Philippi.