Geschrieben am und abgelegt unter Erfolgsbilanz.

Der Jugendarrestvollzug war bisher gesetzlich nur unzureichend geregelt; nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist jedoch eine gesetzliche Grundlage erforderlich, die Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland schaffen wollte. Den Gesetzentwurf hatte das Kabinett im Februar 2012 gebilligt, um eine moderne, verfassungsrechtlich fundierte gesetzliche Grundlage für den Jugendarrestvollzug zu schaffen. Im Vordergrund stand darin der Erziehungsgedanke. Auch der Jugendarrestvollzug muss das Ziel haben, die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, ihr Leben künftig straffrei zu führen. Wer künftig straffrei lebt, verursacht keine weiteren Opfer. Insofern dient der Jugendarrest auch dem Opferschutz.