Geschrieben am und abgelegt unter Landtag NRW.

Düsseldorf – Es geht endlich los!!! Die Koffer gepackt, nochmal schnell in den Spiegel geschaut und auf zum Zug Richtung Düsseldorf. Eigentlich für einen Kölner eine Destination, die gerne und oft vermieden wird. Aber diesmal war der Fokus zu recht auf die Landeshauptstadt gerichtet. Vom 04. bis 06.09.14 tagte der 6. Jugendlandtag und diente zur Verständigung zwischen der Arbeit der 237 Abgeordneten und der nordrhein-westfälischen Jugend. Dabei stellten sieben Kölner SPD-Abgeordnete in Vertretung für alle sieben Kölner Wahlkreise eine bedeutende Delegation. Aus allen fünf Fraktionen wurden Jugendliche nach Düsseldorf geschickt um für zweieinhalb Tage politische Luft zu schnuppern und um den Arbeitsalltag der Abgeordneten kennenzulernen und zu verstehen. Die Arbeit der jungen Abgeordneten unterscheidet sich dabei nicht von der der „realen“ Abgeordneten. Es wurde genauso vielfältig und spannend debattiert wie sonst im Landtag. Interparteiliche Vorurteile und Verbindungen blieben auch hier oft nicht aus. Nach den ersten Fraktionssitzungen am Donnerstag ging es zum kennen lernen und ausruhen in die nahe gelegene Jugendherberge. Dort wurden bei einer Art „politischem Speed-Dating“ schnell erste Kontakte geknüpft und die Stimmung nach den teilweise langen und strapazierenden Anreisen auf einem angenehmen Niveau gehalten.

Am Freitag wurden dann in den einzelnen Fraktionen und Ausschüssen die beiden Anträge zur „Kindergartenpflicht“ und „Kennzeichnungspflicht für Polizisten“ ausführlich diskutiert, für die Plenarsitzung am Samstag vorbereitet und mit einigen Änderungsanträgen aus allen Fraktionen bearbeitet. Nach knapp zwölf Stunden Arbeit wurde der Tag mit dem „Parlamentarischen Abend“, einem Abendessen mit den „wirklichen“ Abgeordneten, bei Essen, Sport und Small-Talk auf der Landtagsterrasse abgerundet.

Dann endlich Samstag der Höhepunkt dieses einzigartigen Experiments: Die große Plenarsitzung mit allen Abgeordneten und mit Live-Übertragung im Internet. Sechs Stunden wurden sämtliche Anträge sowie aktuelle Stunden zu Themen wie die „Sharia Polizei“ oder die finanzielle Lage des Landes NRW intensiv diskutiert und schlussendlich auch beschlossen bzw. abgelehnt.

Die SPD hat hier als stärkste Fraktion alle (!!!) ihre Forderungen durchsetzen können. Nicht zuletzt wegen der Kölner Delegation, die die Sozialdemokratie aus Köln mehr als würdig vertreten hat.

Nach diesen zwei Tagen lässt sich sagen, dass der Jugendlandtag fraktionsübergreifend ein sehr lobenswertes und effizientes Projekt ist und sein Ziel, die Jugend näher an die politische Arbeit ranzuführen mehr als erreicht hat.

Die sieben Kölner Abgeordneten Tugba, Nils, Haris, Tom, Isik, Talha und Emil bedanken sich bei allen Beteiligten, dem Landtag NRW für die tolle Organisation und natürlich bei allen sieben Kölner „realen“ Abgeordneten, die uns das Vertrauen und die Möglichkeit gegeben haben sie zu vertreten und diese einzigartige Erfahrung zu machen.

Solidarische Grüße

2014 Jugendlandtag