Geschrieben am und abgelegt unter Pressemitteilung, Stadtrat.

Nach Häufung der Vorfälle in Godorf muss Aufklärung stattfinden und Informationspolitik verbessert werden

Nach einem weiteren Zwischenfall, diesmal auf dem Gelände des Chemieunternehmens Basell, fordert die Kölner SPD-Ratsfraktion die Betreiber in Godorf auf, endlich Klarheit über Sicherheitsstandards und Informationspolitik zu schaffen. „Es geht nicht darum, einzelne Unternehmen an den Pranger zu stellen, sondern wir wollen die Sicherheit der Anwohner schützen“, so Martin Börschel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln. Besonders die Häufung der Vorfälle in den letzten Wochen trägt zur spürbaren Verunsicherung der Anwohner bei. „Die Vorfälle in Godorf müssen aufgeklärt werden. Die Betreiber müssen für einen sicheren Betrieb der Anlagen vor Ort sorgen. Wer hochsensible Chemikalien verarbeitet, hat eine hohe Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und seinen Mitarbeitern. Die Sicherheitsstandards müssen hier immer auf dem aktuellen Stand sein“, betont Börschel.

Auch die Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung und der Stadt muss verbessert werden. „Es kann nicht sein, dass nach einem Zwischenfall mehr als 90 Minuten vergehen, bis Stadt, Medien und Anwohner informiert werden“, betont Börschel. „Es muss sichergestellt sein, dass schnell und umfassend informiert wird. Das muss in Zukunft neben Radio und TV auch über elektronische Medien passieren“, ergänzt Götz Bacher, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.

Um diese Fragen zu klären, fordern die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Verwaltung im Rahmen einer Anfrage auf, Fragen zur Informationspolitik der Stadt, zum Krisenmanagement, zu Erkenntnissen zu den Ursachen des Vorfalls am 9. Januar 2014 sowie zur Lage der aktuellen Sicherheitsstandards zu beantworten. „Das Krisenmanagement nach einem Vorfall muss auf allen Seiten funktionieren – beim Betreiber genauso wie auf Seiten der Verwaltung. Dafür wollen wir sorgen, denn es geht um die Sicherheit der Menschen Ort!“, stellt Mike Homann (SPD), Bezirksbürgermeister von Rodenkirchen, klar.