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Die Nutzung internetbasierter Anwendungen hat erheblichen Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsmodelle der Kölnerinnen und Kölner und der Unternehmen. Es ist in Hinblick auf Innovationskraft, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung bereits heute einer der wichtigsten Standortfaktoren.

Köln hat nach meiner Auffassung mit seinem kulturellen Angebot, mit seiner umfassenden Infrastruktur, mit seinem Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungspotenzial ideale Voraussetzungen, sehr schnell und auf Dauer eine führende Position in der Nutzung und Entwicklung von internetbasierten Lebens- und Arbeitsweisen in Europa einzunehmen. Bereits jetzt verfüge Köln mit seinem hochleistungsfähigen Glasfasernetz über eine der bestausgebauten Internet-Infrastrukturen Europas. Im Klartext heißt das für mich:

Köln muss Europas „Internet-Stadt“ werden!

“Wir müssen international das Profil Kölns entwickeln und schärfen als das einer Stadt, die das Internet sowie innovative technologische Entwicklungen ermöglicht, unterstützt, vorantreibt und lebt!” So beschreibt Martin Börschel das Ziel der neuen SPD-Initiative. Börschel: “Köln muss sich in absehbarer Zeit als ‘Internetstadt’ unter den Top-3 der europäischen und Top-10 der weltweiten Internet-Metropolen platzieren. Das ist ein hoher Anspruch, aber das haben wir Mitte der 80er Jahre schon einmal erfolgreich praktiziert mit unserem damaligen Antrag, Köln zu Medienstadt zu entwickeln!“

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Entwicklungsstrategie für die “Internetstadt Köln”

Köln muss nun seine Kraft einsetzen, um als “Internetstadt Köln” unter die Top-3 der europäischen und Top-10 der weltweiten Internet-Metropolen zu gelangen. Der Anspruch an diesen zielgerichteten Entwicklungsauftrag entspricht in seiner qualitativen Dimension durchaus der Mitte der 80er Jahre formulierten Zielprojektion von der „Medienstadt Köln“!

Um die Positionierung Kölns als europäische Internet-Metropole zu erreichen, müssen ab sofort eine Reihe von Initiativen, Projekten und Arbeitsschritten konkret angegangen werden. In die Realisierung dieser Vorhaben sind grundsätzlich alle Bereiche der Stadtverwaltung einzubeziehen, die Steuerung und Koordinierung muss bei der Stadt an zentraler Stelle erfolgen. Als gleichberechtigte Partner im Gesamtprojekt sind die externen Beteiligten einzubeziehen, also die Internet-Branche mit ihrer sehr vielfältigen, hochkreativen Unternehmenslandschaft insgesamt sowie die institutionellen und gesellschaftlichen Kräfte Kölns, die sich in diesem breit angelegten Prozess engagieren möchten. Mit einer ersten, sicher nicht abschließenden, Liste von programmatischen Entwicklungsschritten und Projekten – verbunden mit einem Hinweis auf die potentiellen Hauptakteure – soll der Startschuss für diesen gesamtstädtischen Entwicklungsprozess gegeben werden. 

  1. Die Etablierung Kölns als Internetstadt (Stadtgesellschaft)
  2. Flächendeckende Verfügbarkeit und Grundversorgung mit Hochgeschwindigkeits-Internet in Köln (Stadtentwicklung)
  3. Ausbau der Online-Aktivitäten der Stadt und des Bürgerservice (Stadtverwaltung)
  4. Start einer Mittelstandsoffensive Internet (Bildung, Wirtschaft)
  5. Ansiedlung und Einbeziehung etablierter Firmen (Wirtschaft)
  6. Schaffung eines Campus für die Gründung junger Internet- Unternehmen (Stadtentwicklung)
  7. Förderung neuer Arbeits- und Lebensmodelle (Stadtgesellschaft)
  8. Inhaltliche Ausrichtung des Ausbildungs- und Wissenschafts- Standortes (Bildung, Wissenschaft)
  9. Inhaltliche Ausrichtung des Sport- und Gesundheitsstandortes (Sport, Gesundheit)
  10. Offensive für mehr Internetkompetenz (Bildung)
  11. Gründung einer Internet-Stiftung (Stadtgesellschaft, Politik)

Entwicklungsstrategie_fuer_die_Internetstadt_Koeln