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Bezirksregierung prüft Ausnahmegenehmigung

Um der wachsenden Nachfrage nach Gesamtschulplätzen nachzukommen, schlägt die Stadtverwaltung dem nächsten Schulausschuss die Erweiterung der Willy-Brandt-Gesamtschule in Höhenhaus vor. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler soll ab dem Schuljahr 2015/2016 am neuen Standort Dellbrück unterrichtet werden, wo eine Realschule und eine Hauptschule im kommenden Jahr auslaufen und Schulgebäude zur Verfügung stehen. Diese Dependance-Lösung ist umstritten, weil die städtische Schulverwaltung bislang aus rechtlichen Gründen eine horizontale Aufteilung der Schülerschaft zwischen beiden Standorten vorsehen musste. Jahrgangsklasse 5-7 sollte in Dellbrück, die Klassen 8-13 in Höhenhaus unterrichtet werden, was die Attraktivität des Angebotes vor Ort einschränkt und vor allem längere, umständliche Fahrwege zur Folge hätte. Eine andere Aufteilung wurde von Seiten des NRW-Schulministeriums bisher ausgeschlossen.

Nach zahlreichen Gesprächen gibt sich Martin Börschel, Landtagsabgeordneter für den Bezirk Mülheim und Vorsitzender der Kölner SPD-Ratsfraktion, jetzt jedoch optimistisch, was eine mögliche Ausnahmegenehmigung für die gewünschte „vertikale Lösung“ betrifft. Bei einer vertikalen Gliederung können die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-10 an beiden Standorten beschult werden. Das entspricht auch dem pädagogischen Konzept der Gesamtschule, die kompletten Jahrgänge der Sekundarstufe I durch ein Lehrerteam an einem Standort zu unterrichten. Die Oberstufe bleibt ausschließlich in Höhenhaus.
Börschel: „Regierungspräsidentin Gisela Walsken ist bereit, unseren Vorschlag nach einer Beschlussfassung im Rat der Stadt wohlwollend zu prüfen. Wir sind der Überzeugung, dass unsere Argumente für einen solchen neuen Weg gehört werden und eine Ausnahmegenehmigung für die Gesamtschule Höhenhaus und ihre Dependance in Dellbrück realisierbar ist. Dabei bleibt eine ausgewogene Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf beide Standorte vor allem im Hinblick auf Leistungsheterogenität wichtig.

Die Befürchtungen mancher Eltern, dass das neue Gesamtschulangebot unattraktiv sein könnte, da die Fahrwege zwischen den beiden Schulen lang und umständlich sind, können wir mit der neuen Lösung sicher ausräumen. “