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Vertreter der SPD-Fraktionen im Rat und in der Bezirksvertretung Innenstadt sprechen mit Vertretern von Behindertenverbänden

Die barrierefreie Anbindung der Domplatte an den Hauptbahnhof muss optimiert werden. In dieser Forderung waren sich Vertreter der Behindertenverbände und der SPD bei einem Ortstermin vor dem Dom einig. Zur Lösung des Problems sollen direkt mehrere Vorschläge geprüft und soweit möglich umgesetzt werden.

Dr. Regina Börschel, 1. Stellvertretende Bürgermeisterin des Stadtbezirks Innenstadt: „Dom und Hauptbahnhof brauchen dringend mehrere Zugänge, die auch für mobilitätseingeschränkte Menschen bequem nutzbar sind. Neben dem bereits geplanten Aufzug am Kurt-Hackenberg-Platz sollten aus unserer Sicht kurzfristig zwei barrierefreie Zugänge geprüft werden. Ein Weg könnte, wie von der IHK vorgeschlagen, vom Gleis 1 aus hinter dem Werkstattgebäude des Museums Ludwig zum Heinrich-Böll-Platz führen. Ob diese Variante wirklich realisierbar ist, soll die Prüfung zeigen. Die zweite Lösung besteht in der Errichtung einer Rampe vor dem Domforum am Kardinal-Höffner-Platz. Aus unserer Sicht bietet die breite, aber nicht sehr hohe Treppe vor dem Hauptportal genügend Raum, um eine solche Rampe zu realisieren. Sie sollte sich dem Umfeld anpassen und einen würdevollen Zugang vom Dom ermöglichen.“

Am 20.09.2012 hat der Rat der Stadt Köln die Neuordnung des östlichen Domumfeldes im Bereich des Dionysoshofs einstimmig beschlossen. Mit den entsprechenden Baumaßnahmen ist nun begonnen worden.

Hierzu Gerrit Krupp, Sachkundiger Einwohner der SPD im Stadtentwicklungs­ausschuss: „Mit der Neugestaltung der Domumgebung wird endlich ein eklatanter städtebaulicher Missstand behoben. Dieses neugestaltete Domumfeld sollte aber auch allen Menschen zugänglich sein.“

Mit dem nun erfolgten Teilabbruch der Domplatte entfällt der bisherige Zugang von der Domplatte zu Gleis 1 des Hauptbahnhofs. Der ins Spiel gebrachte „gläserne Steg“ zu Gleis 1 stößt dabei zu recht auf breite Ablehnung.

„Unser Gespräch mit den örtlichen Behindertenverbänden hat gezeigt, dass fraglich ist, ob eine Brücke an dieser Stelle den Anforderungen an eine barrierefreie Anbindung des Hauptbahnhofs an die Domplatte gewährleistet“, meint Monika Schultes, behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion.  „Der Vertreter der Polizei machte zudem darauf aufmerksam, dass  bei den geplanten Wegen keine Angsträume entstehen dürfen.“

„Die jetzt begonnene Umgestaltung der Domumgebung ist eine große Chance, das Umfeld unseres Weltkulturerbes nachhaltig neu zu fassen und ist ein großer Wurf“, so abschließend Michael Frenzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Ich bin überzeugt, dass es gelingen wird, neben städtebaulichen Aspekten die Interessen aller Kölnerinnen und Kölner hier einfließen zu lassen.“