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Beschäftigte arbeiten beim Land- und Amtsgericht sowie der Staatsanwaltschaft in Köln. Am bisherigen Standort der Justiz in der Luxemburger Straße besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Finanzminister Norbert Walter-Borjans und Justizminister Thomas Kutschaty wägen nun ab, ob eine Sanierung am bisherigen Standort oder ein Neubau an anderer Stelle erfolgen soll.

Für einen Neubau käme vor allem ein bereits dem Land gehörendes Grundstück in Bayenthal in Betracht, die sog. “Domgärten”.Es handelt sich hierbei um das Gelände südlich der Bahntrasse zu beiden Seiten der Alteburger Straße, das bis vor kurzem für einen inzwischen verworfenen Neubau der Fachhochschule vorgesehen war.

Ein Neubau an dieser Stelle hätte mehrere Vorteile: zum einen wäre es eine Initialzündung für die Entwicklung dieser großen Fläche zwischen Rhein undGroßmarktgelände, das selbst in einigen Jahren nach der Verlagerung des Großmarktes für neue Nutzungen vorbereitetwird. Ein Neubau böte außerdem die Chance, weitere Gerichte wie z.B. das Landesarbeitsgericht und das Sozialgericht am gleichen Standort zu konzentrieren. Des weiteren könnte so ein weiterer Teil desStädtebaulichen Masterplans Innenstadtrealisiert werden, nämlich die Fortführung des Inneren Grüngürtels bis zum Rhein. Die im Rahmen des Entwicklungskonzepts Südliche Innenstadt-Erweiterung (ESIE) geplante Schule müsste etwas nach Westen verschoben werden.

Am alten Standort Luxemburger Straße wiederum könnte das bisherige Justizhochhaus entweder von der Universität oder für studentisches Wohnen genutzt werden. Ist eine solche Nachnutzung nicht möglich, dann wäre auch ein Abbruch des Gebäudes zu erwägen, nicht zuletzt um die städtebauliche Situation an dieser Stelle der Luxemburger Straße zu verbessern.

Eine Verlagerung des Justizzentrums bietet in jedem Fall eine enorme Chance für Köln, die es jetzt auszuloten gilt…